Sensation bleibt aus

von am 22. August 2015 um 21:45Uhr geschrieben

Die Andervenner mussten sich gut aufgelegten Lünnern verdient mit 5:0 geschlagen geben. Die Personaldecke vor dem Spiel war leider sehr dünn. So fanden mit Flo Meyer, Andre Lager und Matze Thy drei Spieler erst im Laufe der Partie aufgrund von beruflichen Verpflichtungen zum Lünner Sportgelände. Die potenziellen Startelfaspiranten Schmitz, Egbers, Ull, Schlotthauer, sowie Andre Schröder konnten gar nicht mitwirken. Die Lünner hingegen könnten ziemlich aus den Vollen schöpfen.
Das Spiel begann munter. 

Lünne ließ den Ball viel laufen. Andervenne musste besonders läuferisch viel arbeiten. Sehr unglücklich passierte dann das 1:0 für die Lünner. Nach einem leichten Ballverlust im Andervenner Mittelfeld schalteten die Lünner blitzschnell um. Die ihm bietende Einschussmöglichkeit nutzte der Stürmer eiskalt aus, indem er in die lange Ecke einschob (20.). Die Andervenner steckten jedoch nicht auf und blieben ihrer Spielweise zunächst treu. Dann fast das 1:1. Ein fein getretener Freistoß durch Spielgestalter Tobi Budden hatte leider zu wenig Speed, sodass der Lünner Keeper den Ball aus dem rechten Winkel fischen konnte. Im weiteren Spielverlauf konnte eine Flanke der Lünner nicht verhindert werden. Per Direktabnahme markierte der Torschütze zum 1:0 seinen zweiten Treffer (38.).

So ging es mit 2:0 in die Halbzeitpause. Auch in der zweiten Hälfte nahmen die Lünner das Heft in die Hand, doch scheiterten, wie schon in der 1. Halbzeit, am glänzent aufgelegten Keeper Timo Jenz bzw. am eigenen Unvermögen.

Andervenne hätte noch auf 1:2 verkürzen können als Stefan Meyer einen Steilpass nicht erreichen konnte. Er wäre frei vorm gegnerischen Gehäuse gewesen. Das 3:0 ist dann wohl als Genickbruch für die Heidekrautler zu werten. Eine der zahlreichen Ecken konnte der jüngere der Burrichter-Brüder direkt verwerten (76.). In der Schlussphase schraubten die Lünner das Ergebnis dann noch durch einen Doppelpack des jungen Stürmers Schliemer auf 5:0 hoch (84., 87.). Besonders das 4:0 war sehr ärgerlich, da die Lünner wiederum ihr schnelles Umschaltspiel nach einem missglückten Querpass der Andervenne unter Beweis stellten.

Trainer Hennekes ärgerte mehr das Ergebnis in Höhe von 5:0 als das Spiel selbst. Als besten Mann auf dem Platz sahen viele Beobachter Timo Jenz, der mit einigen starken Paraden die Andervenner vor einer noch höheren Niederlage bewahrte. „Euer Torwart hat heute so stark gehalten, den könnt ihr nicht mehr lange halten in Andervenne“ war der O-Ton eines Lünner Zuschauers nach dem Spiel. Zum Glück schließt das Transferfenster bald…