Gefühlte Niederlage in Beesten

von am 11. Oktober 2015 um 0:34Uhr geschrieben

Andervenne macht den Sack nicht zu

Alles sah nach einem Sieg der Heidekrautler aus, doch am Ende sollte es nicht reichen.
Vor einer mit ca. 120 Leuten gut gefüllten Kulisse war zunächst nicht klar ob das Spiel überhaupt stattfinden würde, da der Schiedsrichter nicht über seine Ansetzung informiert wurde und somit nicht zum eigentlichen Anstoßzeitpunkt anwesend war.

Nach telefonischer Rücksprache mit dem Staffelleiter wurde der angesetzte Schiedsrichter noch vom Sofa geklingelt und so fand das Spiel mit 30-minütiger Verspätung statt. Im ersten Spielabschnitt hatte Beesten mehr Spielanteile, doch keine absolut zwingenden Chancen vorzuweisen und so gelang es den Andervennern in Front zu gehen. Nach einem Zuspiel konnte Dennis Reisinger mit etwas Glück aus 40 Metern alleine aufs Tor zulaufen, nachdem sowohl sein Gegenspieler als auch der Libero auf dem rutschigen Boden den Halt verloren. Er behielt die Nerven und konnte den Keeper überwinden (18.). Andervenne wäre in Halbzeit 1 fast sogar noch das 2:0 gelungen, doch Andreas Kramers Tor wurde zurecht aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen.
Einen super Start erwischten wir nach dem Wiederanpfiff. Ein Freistoß in Höhe der Mittellinie trat Dennis Surmann auf Andre Lager, der sich gut im Höhenduell durchzusetzen wusste, aus kurzer Distanz den Pfosten traf, direkt nachsetzte und den Ball schließlich über die Linie grätschte (49.). Beesten musste nun das Spiel machen. Doch agierten nicht zwingend genug. Die wenigen gefährlichen Situationen konnte Henni Schröder glänzend abwehren. Stattdessen hätte Andervenne die Führung ausbauen müssen. Moritz Mey kratzte einen Ball noch stark von der Torauslinie und bediente so mustergültig Andre Lager, der die Kugel jedoch aus ca. fünf Metern über das Tor jagte. Wäre hier das 0:3 gefallen, wäre der Drops sicherlich gelutscht gewesen. Doch so kommt es dann wie es kommen muss. Eine Standardsituation nutzten die Beestener zum Anschlusstreffer und waren wieder im Spiel. Bei einer Freistoßhereingabe standen wir etwas unformiert im 16er und ein Beestener nickte den Ball in die Maschen (70.). Zehn Minuten später dann der Aufreger des Spiels. Nach einem Pressschlag im Strafraum gingen beide Spieler zu Boden und blieben liegen. Mit einiger Verzögerung gab es dann den Pfiff des Unparteiischen. Alle Spieler rechneten mit einem Schiedsrichterball, da sich die beteiligten Kicker verletzt zu haben schienen und noch immer am Boden lagen. Zur Verwunderung zeigte der Schiri jedoch auf den Elfmeterpunkt. Der Elfer wurde sicher verwandelt (80.). Beesten hatte hiernach ein paar Schussversuche vorzuweisen. Andervenne gelangen nur noch wenige Konter. Seine eigene Meinung vertrat der Schiedsrichter auch bei der Nachspielzeit und so wäre in der 90. (+ 8) fast noch der Siegtreffer für die Fortuna gefallen. Ein Eckball wurde scharf getreten. Der heute wieder stark spielende Hendrik Schmitz stand am Pfosten und zog auf einmal den Kopf ein. Etwas überrascht hielt Dennis Reisinger dann die Birne hin und köpfte den Ball an den eigenen Pfosten. Es war die letzte Aktion der Partie.
Nach dem Spiel war die Enttäuschung auf Andervenner Seite groß, obwohl wir am Ende auch noch ganz mit leeren Händen hätten dastehen können. Gerade das Zustandekommen des Unentschiedens nervt einfach. Doch so ist Fußball.
Am morgigen Sonntag um 15.00 Uhr gibt es das nächste Derby mit dem Heimspiel gegen Adler Messingen.