Endlich wieder ein Dreier – Dennis „Spendi“ Surmann erlöst Heidekraut

von am 18. September 2016 um 11:55Uhr geschrieben

foto-schuheDie Freude war groß, als der Schiedsrichter um 21.14 die Pfeife in den Mund nahm und nach vier statt angezeigten zwei Minuten Nachspielzeit das Spiel beendete. Mit viel Kampf und ein wenig Glück konnte Heidekraut die drei Punkte gegen die Zweite aus Messingen zuhause behalten. Die intensiven Trainingseinheiten von Spielertrainer Thorsten „Quälix“ Breckweg haben Wirkung gezeigt. Nach den nicht zufriedenstellenden Ergebnissen gegen Bawinkel, Schepsdorf, Salzbergen und Bramsche fand das Trainergespann vor der Partie die richtigen Worte: „Heute sind wir dran, Jungs, heute zeigen wir, dass wir Fußball spielen können. Messingen steht knapp unter uns, da dürfen wir nicht verlieren. Das ist ein 6-Punkte-Spiel, da müssen wir liefern! Jeder arbeitet heute für den anderen, gibt 110% und dann gehen wir als Gewinner vom Platz!“

                                                                                                                                   Die neuen Schuhe haben´s gemacht!

In den ersten 45 Minuten war Andervenne das überlegene Team und belohnte sich selbst für die Arbeiten der letzten Wochen. Von Anfang an war Zug zum Tor spürbar, doch es brauchte 37 Minuten, ehe Tobias Budden zum 1 zu 0 einnetzte. Nach einer Offensivaktion über Heinrich Wübben, der heute sein Startelf-Debüt gab, stellte sich die Messinger Abwehr nicht klug an, sodass es für Steffen Ull ein leichtes Spiel war, dem Messinger Abwehrchef 30 Meter vorm Tor den Ball vom Fuß zu stehlen. Mit einem perfekten Pass in den Lauf schickte er Tobi auf die Reise, der mit seinen neuen Fußballschuhen (heute das erste Mal getragen) das erste Tor für Heidekraut erzielte.

Nachdem es schon nach 15 Minuten so aussah, dass Heidekraut wechseln müsste, weil sich Matthias Thy nach einem Zweikampf lange Zeit durch Fitnesscoach Röttger behandeln ließ (er spielte dann aber doch 90 Minuten durch), ging es nach 40 Minuten für Spielertrainer Breckweg nicht weiter. Er wird das Verletzungspech einfach nicht los – von dieser Seite gute Besserung und#keepfightingbrecko. Moritz Mey nahm seinen Platz im Mittelfeld ein. Nach der Halbzeitpause plätscherte das Spiel so vor sich hin, als dann in der 62. Minute die Andervenner Hintermannschaft ganz schlecht aussah und Matthias Kotte für Messingen für den Ausgleich sorgen konnte. Es war wieder eines dieser „Kacktore“, die sich immer wieder ins Andervenner Spiel einschleichen und eigentlich überhaupt nicht fallen dürfen. Von diesem Zeitpunkt an wurde das Spiel kampfbetonter und irgendwie war beiden Mannschaften klar, dass ein Unentschieden sie nicht weiter bringt. Die Einwechslungen von Andre Schröder und Sven Vehren sollten das Offensivspiel der Hausherren noch einmal beleben, doch leider gelang es nicht, den Messinger Torhüter zu überwinden. Je näher der Abpfiff rückte, desto unwahrscheinlicher wurde es, dass Heidekraut noch als Sieger vom Platz geht. Doch in der letzten Minute der regulären Spielzeit war es dann Tobias Budden, der mit einem gekonnten Pass auf die rechte Seite den mitstürmenden Dennis Surmann in Szene setzte, der mit einem satten Rechtsschuss den Siegtreffer für Andervenne markierte. Ausgelassen wurde der Treffer an der Eckfahne gefeiert, bis kurze Zeit später der Abpfiff ertönte. Siegtorschütze Spendi konnte nach dem Spiel gar nicht mehr aufhören zu grinsen: „Ich hab doch nicht ohne Grund heute vorm Spiel angekündigt, bei einem Sieg ein paar Kisten Bier zu spendieren!“ Spielertrainer SULL zog am Ende folgendes Fazit: „Auch wir dürfen mal dreckig in der letzten Minute gewinnen.“ Am nächsten Freitag geht es nach Leschede. Wir hoffen, dass dann auch auswärts weiter Punkte gesammelt werden können.